Nicht alles unterliegt der DSGVO (Türschilddebatte)

Die DSGVO Diskussionen im Netz treiben oft seltsame Blüten. So wurde in letzter Zeit europaweit diskutiert, ob die Türschilderanbringung durch den Vermieter eine Datenverarbeitung im Sinne der DSGVO darstellt und ob die Einverständniserklärung durch den Mieter notwendig ist, damit statt Top xy, der Name des Mieters angebracht werden darf.

Im Artikel 4, Ziffer 2 der DSGVO definiert, was eine Verarbeitung ist. …. „Verarbeitung“ jeden mit oder ohne Hilfe automatisierter Verfahren ausgeführten Vorgang ….. Ausgangspunkt dieser Diskussion war die Beschwerde eines Wiener Mieters und die Hausverwaltung der Gemeinde Wien hat entschieden, das alle namentlichen Türschilder zu entfernen sind. Was wäre denn der Vorgang, die Verarbeitung? „Türschild anbringen Verarbeitung“?

Das „Türschild anbringen Verarbeitung“ ist auch lt. EU-Kommission keine Speicherung von personenbezogenen Daten auf einem Namenskärtchen. Die Namenskärtchen werden dennoch ausgetauscht.

Das dies zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Zustellung von Postsendungen zur Folge haben wird, scheint aufgelegt zu sein. Da die Türschilder bis Jahresende entfernt werden und sehr viele Geschenke und Glückwünsche zu Weihnachten und Silvester per Post kommen, wird das Chaos wohl nicht ausbleiben.

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